07 September 2011

Leserwunschpost


Wenke würde gerne von mir wissen, warum wir uns in Sachen Kindergarten und Erziehung für das Waldorfkonzept entschieden haben und wie 'Waldorf' wir denn Zuhause so leben.
Schon vor der Schwangerschaft mit Julietta interessierte ich mich für das Waldorfkonzept.
Auch für den Beruf der Waldorferzieherin oder Pädagogin.
In der Schwangerschaft wurde es noch mehr. Tobias äusserte dann iwann ende der Schwangerschaft, dass er gerne einen Waldorfkindergarten für unsere Tochter hätte.
So machten wir uns auf die Suche, fanden einen und meldeten sie an.
Das war noch in der Schwangerschaft in NRW.
Die Zeit über haben wir uns immer mehr damit auseinander gesetzt und informiert.
Es stand fest, Julietta wird überwiegend mit Naturmaterialien wie Holz, Stoff, Filz, Steine usw spielen.
Bei dem ganzen Musik gedudel und geblinke, verlieren die Kinder jegliche Phantasie, was sehr schade ist!
Wir möchten, dass sie Natur und die Jahreszeiten kennen und lieben lernt, so gehen wir auch bei Regen und Schnee raus.
Seit neusstem findet man auch einen Jahreszeitentisch bei uns in der Wohnung vor.
Der wird immer der Jahreszeit oder dem Fest angepasst, phantasievoll dekoriert.
(Oben das Bild von unserem aktuellen Herbst Jahreszeitentisch)
Und auch die Musikalische Früherziehung spielt beim Waldorfkonzept und bei uns eine große Rolle.
Ich habe als Kind Blockflöte gespielt (jetzt leider nicht mehr. Als ich Teenie wurde, verlor ich das Interesse)
und Tobi spielt Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard, Bongo und Muntharmonika.
Da war es klar, dass Julietta sicher auch musikalisch werden wird.
Seit sie sitzen kann, spielt sie auf der Bongo, dem Schlagzeug, Xylophon, tanzt und singt leidenschaftlich gerne und viel.
Ausserdem sagt das Waldorfkonzept, Kinder sind Nachahmer. Sie lernen von Erwachsen und anderen Kindern.
Man soll ihnen vormachen. Zb sag ich nicht: Julietta räum dein Zimmer auf; Sondern mache es ihr vor bzw mit ihr zusammen und dabei wird gesanglich erklärt, was wir gerade machen.
Wir leben Zuhause nicht streng nach dem Waldorfkonzept und sagen, wir erziehen Juli nur danach und was anderes kommt nicht in die Tüte. Nein, wir lassen nur Waldorf in unseren Alltag und die Erziehung einfließen. Letztenendes, denke ich nicht, dass es immer möglich ist, nach einem bestimmten Plan vorzugehen. Man entscheidet einfach aus dem Bauch und erzieht, wie es einem als richtig erscheint.

Ich hoffe ich konnte deinen Fragen und deinem Wunsch hiermit gerecht werden Wenke und dass du dich über diesen Post freust :)
Liebe Grüße!

Kommentare:

  1. Ich finde es gut das ihr sagt "wir wollen die Waldorf-Pädagogik mit einfließen lassen" und nicht dogmatisch danach lebt. Meine Mama wollte mich damals auch in einem Waldorfkindergarten anmelden in dem gerade ein Platz frei geworden war. Jedenfalls fragte man meine Eltern auch ob sie den in die Anthroposophische Kirche gehen und als meine Eltern nein sagten war der Platz plötzlich nicht mehr frei >.<.

    Die Idee mit dem Jahreszeitentisch klaue ich mir mal :).

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  2. Sehr schööner Post!!
    Danke dir!

    Anthroposophisch lebt ihr aber nicht?

    Ich krall mir auch echt das beste aus allen Pädagogischen Richtungen,ich finde sowieso das man sich bei der Erziehung eines Kindes niemals festlegen darf.Man muss den Kinder doch die Welt zeigen und das ist auch der einzige Negativpunkt den ich am Waldorfkonzept finde,meiner meinung nach leben die einfach zu sehr in ihrer Blase.
    Ansonsten bin ich auch pro Waldorf,Materialien und Musikalisch ist das einfach unglaublich!!
    Obwohl,die Puppen machen mir ein wenig angst.
    Und das die Kinder keine Spiegel zur verfügung haben finde ich auch strange.

    Aber so sucht sich jeder das was sein Herz hüpfen lässt!
    Nochmal danke,und liebe Grüße zurück an dich und deine Zwerge :)

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  3. nein Anthroposophisch leben wir nicht :D

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  4. Mir gefällt euer "Erziehungskonzept" sehr gut! :)

    Das mit dem jahreszeitentisch kenne ich auch von zu Hause - aber ohne, dass jemals irgendwer Waldorf-Einfluss hatte! :D
    Ich gestalte heute auch immer so etwas ähnliches in meiner eigenen Wohnung, aber wenn unsere Kleine da ist, gibt es auch wieder so einen "Tisch" wie damals bei Muttern! :)

    Generell würde ich meine Kleine eh sehr naturnah und auch "musikalisch" erziehen - mir war bisher aber nie so Recht klar, dass es zu dem Waldorfkonzept gehört! ;)

    Wenns danach geht, hatte die Erziehung meiner Eltern ja auch sehr viele Waldorf-Aspekte :D

    Und wie gesagt: Euer "Wir erziehen das Kind so, wie wir es für richtig halten und nehmen verschiedenste Einflüsse auf"-Konzept finde ich richtig toll! :)
    So etwas strebe ich auch an! :)

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  5. Genau, nach Bauch un Herz erziehen ist das einzig Wahre, dem ganzen einen Namen zu geben ist zwar nötig (im Falle des Kindergartens etc.) aber für den häuslichen Erziehungssingsang eh nicht nötig. Ihr erzieht dann halt tatitobiwaldorfnaturasingsangtrageundschieblieb :D
    ichmag dieses naturverbundene auch, was nicht zuletzt der Grund ist warum wir jetzt auf dem Land wohnen, mein Kind liebt Regen und wird sich sicherlich dieses Jahr auch mächtig im Schnee vergnügen, hach was freu ich mich drauf

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  6. Der Beitrag ist wirklich super interessant. Ich schwanke zur Zeit auch noch zwischen Waldorf und Montessori...aber bis die Eizelle sich festgesetzt hat, habe ich ja noch ein wenig zeit :-)

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  7. Schöner Post und ich liebe euer Herbstdekolein! ;-)

    (eine Anmerkung hätte ich aber: das Prinzip der Nachahmung ist naturgegeben. Kinder lernen so ALLES! Essen, laufen, reden, malen, Fehler machen. ;-) Dass "Waldorf" das als sein Konzept ausgibt, wundert mich doch ein bißchen ;))

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  8. Willst du mich bitte adoptieren? Ich kann auch schon aufräumen!

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  9. Ich muss meinen Kommi nochmal verbessern :D

    Hab gestern mal meine Mum gefragt und die hat mir dann gesagt, dass ich in einem "Halb-Waldorfkindergarten" war :D
    Also die Leiterin kam von nem normalen Waldorfkindergarten, aber das ging ihr zum Teil aufn Keks und deswegen hat sie in nem ganz neuen KiGa bei uns in der Stadt angefangen und da nur die guten Aspekte des Waldorfs mit reingenommen :)
    Also auch das mit den Jahreszeiten (daher hat Mama das, das wusste ich nicht :'D), gemeinsam Essen machen und auch Essen, viel kreatives Trara (malen, basteln, musizieren) und all sowas :)

    Und ich dachte immer, dass das normal wäre in einem KiGa :'D
    Nu werd ic hwohl in 3 Jahren, wenn die Kleine in den KiGa kommt, die Augen echt offen halten müssen nach so einem KiGa, wie ich ihn kenne :)

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  10. hy tatii
    wo in nrw abt ihr gelebt>? da wo ich derzeit wohne (komme aus niedersachsne wohne in nrw) gibts deutschlandweit das einzige waldorf konzept bei dem kita,grund- und weiterführende schule aufeinander folgen.als ergotherapeutin im praktikum hab ich die integrativ kinder dort behandelt.ich fands prima-habe auch interesse an fobis zu dem thema. lg gute besserung dem kinde ^^

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  11. wir haben im Rhein Sieg Kreis gewohnt.
    ^^

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  12. Ich finde dieses Konzept auch sehr itneressant. Mir ist es genauso wichtig, dass Can möglichst viel mit der Natur zu tun hat und kreativ sein kann. Wir basteln singen und gehen ganz viel in den Wald, sammeln Steine, Kastanien, Blätter alles was man eben so findet. Nächstes Jahr wird er auch in einen Waldorfkindergarten kommen und ich freue mich schon total drauf!!

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  13. Ich liebe, liebe, liebe deinen Blog und deine Worte berühren mich bei jedem Besuch aufs Neues. Dankeschön.

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