31 Mai 2013

Stillleben


Ich muss wirklich erstmal zugeben, dass ich ein bisschen gebraucht habe, micht zu entscheiden diesen Post hier zu schreiben.
Für den Fall, dass ihr euch wirklich fragt warum, muss ich eigentlich nicht viel erklären.
Jeder der bloggt und Blogs liest, weiß, dass immerwieder Menschen meinen böses zu sagen.
Jeder darf seine Meinung äußern, doch muss dies wirklich so oft unter der Gürtellinie geschehen? 
Doch weil ich diesen Blog nicht aufgeben mag, Menschen Tips geben will und mich freue, wenn ich anderen Lesern helfen oder eben nur aus der Langenweile retten konnte, bin ich zufrieden und entscheide mich für das veröffentlichen meiner Gedanken.
Diese sehen heute wie folgt aus:


In mehreren vergangenen Posts von mir, ist nachzulesen, wie, wann, wo, wie lange wir (schon) stillen.
Wir und das Stillen, hatten auf und ab's. Gute und schlechte Zeiten.
Mal lief es wortwörtlich wie geschmiert und mal stockend.
Heute läuft es so:
Die Mädchen waren vor etwa einer Woche ein paar Tage in der Hauptstadt bei ihrem Papa.
Eine Nacht blieb ich in der Stadt zur Probe. Diese zwei Tage und somit eine Nacht, verlief fast reibungslos.
Also entschied ich mich meine Kinder ein paar Tage in den Händen von ihrem Vater zu lassen und fuhr allein zurück in den Pott.
Kaum hier angekommen, flossen die Tränen meinerseits. Ich hockte im Kinderzimmer und heulte mir die Augen aus, sodass am nächsten Morgen nichtmal Schminke half und mich die Leute kaum wiedererkannten.

Nun saß ich da. Fühlte mich wie die schlechteste Mutter dieser Welt.
Wie konnte ich meine Kinder 600km von mir entfernt zurück lassen?
Wie konnte ich Martha einfach ohne Brust auskommen lassen?
Wie soll ich mich denn jetzt amüsieren und das alleinsein genießen? Geht das überhaupt?
Kann ich jetzt nie wieder stillen? Und will ich das?

Meine ganzen Fragen und Sorgen, schienen aber völlig überflüssig.
Mindestens 10 mal täglich meldete ich Glucke mich bei meinen Kindern und bekam auch jedesmal ein 'Tati, denen gehts gut!' vom Vater.
Ok!
Ab und an fing ich dann doch mal damit an, meine Zeit zu genießen.
Langes baden, shopping ohne Kind aufm Rücken, ausschlafen, Kinobesuch, schick essen gehen, bis in die Puppen mit Flo durch den Ruhrpott fahren...
Doch die Brüste genossen so garnichts an alldem!
Sie wurden immer größer und die Milch mehr, statt weniger. 
Nach Monaten musste ich mal wieder ausstreichen und füllte ganze Plastikdöschen, die im Gefrierfach lagern.
Noch vor Wochen schrieb ich euch, wie gestresst ich vom stillen bin. Wie gern würde ich doch viel weniger stillen. Oder vielleicht sogar garnicht mehr!?
Doch in diesen paar Tagen, wollte ich nichts lieber als das. Mein 17 Monate altes Kind stillen. 

Jeden Tag berichtete der Papa, dass Marthas Schlafgewohnheit sich veränderte und besserte.
Plötzlich wurde Sie nur noch einmal in der Nacht wach und schlief dann auch wieder ohne irgendwelche Aktionen ein.
Super, dacht ich. Hat das ganze ja doch was Gutes. 

Dann war der Tag gekommen, andem ich am ICE Gleis stand und Juli lachend auf mich zulief und sich mir in die Arme warf.
Von Martha jedoch bekam ich eher eine kalte Begrüßung.
Da waren sie wieder. Die 1000 Gedanken, Fragen, Vorwürfe und Ängste in meinem Kopf.
Martha ist sauer, dass ich Sie 'allein' gelassen habe. Ohne Mama. Ohne Brust.
Nach Stunden, bekam ich immernoch kein Küsschen. Nur ein Kopfschütteln. 
Wieder heulte ich. Aus dem einen Auge vor Glück, die beiden wieder bei mir zu haben und aus dem anderen vor Traurigkeit, dass Martha mich so links liegen ließ.
Ok. Jetzt hilft nur eins, um uns beide vollkommen glücklich zu stimmen. Stillen!
5 Tage hatte ich sie nicht mit meiner Muttermilch nähren können. Und auch eigentlich nicht wollen.
Ich dachte mir jetzt, ein Versuch ist es wert. Dann wird sie halt wieder 'abhängig' und ich still halt doch wieder (noch Monate lang...)
Wir sind beide noch nicht soweit damit aufzuhören, auch wenn ich es dachte.
So zog ich mein Shirt runter und fragte Sie, ob sie trinken möchte.
Sofort näherte Martha sich mit ihrem Mund meiner Brust, legte die Hand darauf und genoss das stillen.
Mir fiel ein Stein vom Herzen und eine Träne von der Wange.

Die ersten zwei Tage war sie total anstrengend. Wie ausgewechselt. so hatte ich Martha noch nie erlebt!
Anscheinend kam sie mit all diesen Veränderungen überhaupt nicht zurecht und ich fühlte mich mindestens genauso unwohl wie sie!
Doch am dritten Tag, nachdem sie am Abend zuvor erbrochen hatte, erkannte ich mein Baby wieder.
Sie lachte, überhäufte mich mit Küsschen, spielte fröhlich und wurde immer mehr wie die Martha, bevor sie die paar Tage in Berlin war.
Ich war so froh, dass sie sich offensichtlich an die neue Situation gewöhnte, die so garnicht leicht für uns beide war.

Wir stillen (vorerst) weiter, entschieden wir beide für uns. Und zwar nur für uns.
Die Meinung anderer, ist nicht wichtig. Denn wir müssen uns wohl fühlen und bereit zum aufhören sein.
Meine Angst, die Nächte könnten mit dem stillen wieder anstrengender werden, war umsonst.
Marthas Schlafverhalten ist besser als es in den letzten 10 Monaten war!
Wir haben nun das stillen auf Tagsüber verlegt. Ca ein bis zwei mal am Tag.
Sie macht sich bemerkbar, indem sie mein Shirt runterzieht, mir zunickt und 'ja?' fragt.
Das ist okay so. Für uns beide. Solange, wie wir es wollen!
 

 

Kommentare:

  1. Oh wie schön..
    Zu gern hätte ich den buben auch noch gern viel länger weiter gestillt..aber mit 9 monaten und wunden und rissigen brustwarzen war schluss..und mir gings so schlecht damit..ich hatte/hab ein schlechtes gewissen weil ich nicht dran geblieben bin..
    Ich bewundere dich so...
    Liebe grüße

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    1. Ein schlechtes Gewissen musst du ganz sicher nicht haben Janine!
      Ich hatte es zwar auch, aber bei mir kam noch dazu, dass ich von ihr getrennt war.
      Du hattest deinen Bub die ganze Zeit während des abstillens bei dir und er war nicht von jetzt auf gleich allein mit dieser neuen Situation. du warst die ganze Zeit an seiner Seite und ihr habt es gemeinsam gemeistert.
      :)

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  2. <3 Ich finds toll .. wenns euch beiden damit gut geht ist das doch der bester Weg <3

    Mannomann .. das mit der "trennung" von den kindern .. ich glaub ich hätt nicht den arsch in der hose gehabt das zu machen .. ich war einmal eine nacht nach berlin geflogen , da war meine große 4 und schon diese eine nacht hat mich total fertig gemacht wel ch wirklich soo weit weg war und hätte nicht eben mal schnell hin fahren können . ich glaub dir dass du froh bist die kleinen wieder zu haben <3

    wie siehts aus werden die Kleinen nochmal so lange zum papa dürfen ? oder wird da jetzt nach anderen lösungen gesucht ?

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    1. Ja, wir werden es wohl in ein paar Wochen (August steht zur Depatte) nochmal machen.
      Tobi war soooo happy damit! Denn bisher war er ja nur nach Essen gekommen für einen Tag.
      Und so hatte er sie endlich mal ganz für sich und das mehrere Tage.
      Auch Julietta hat es gut gefallen und gut getan!
      Also muss ich eben in den sauren Apfel beißen und ein paar Tage ohne die beiden auskommen.
      Vielleicht bleibe ich aber auch nächstes mal ein paar Tage länger in Berlin, sodass ich die zwei jederzeit sehen kann, wenn ich sehnsucht habe :P

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    2. Oder vielleicht kann ihn Julietta ja mal für mehrere Tage besuchen und Martha bleibt noch bei dir? Liebe Grüße, Selina

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  3. ...hier ist jemand mittlerweile 20 Monate alt, und wir beide fühlen uns noch wohl damit.

    Ab und an wünsche ich mir zwar auch ein Zubettgehen daheim ohne Mama, das es der Papa macht und ich die Zeit für mich genieße...
    Aber auch diese Stillzeit wird vorbei gehen, ganz gewiss, und dann habe ich meine Zeit zurück.
    Eine andere Zeit.
    Und bis dato genieße ich die besondere Innigkeit.
    Ihre eigene Scham dabei, und das sie aber dennoch nicht ohne kann.
    Wir auch mal dabei herum albern, und sie danach manchmal eine Geste macht, mir einen Kuss gibt, als wolle sie sich dafür bedanken.

    Sei lieb gegrüßt!

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  4. Hi!!! Ich habe alle meine Kinder 1,5Jahre gestillt!!! Wenn es gut klappt wieso nicht!!!
    Das muss man auch nach Bauchgefühl machen!!! Es geht keinen an!!!

    Gruss

    Barbara

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  5. Lenny ist 15 Monate alt und auch wir lieben und genießen das Stillen nach wie vor - dumme Kommentare sind mir da auch egal! Tagsüber geht´s eigentlich, er ist eher ein Nachttrinker! ;)

    Liebe Grüße,

    Steffi Liebschwager

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  6. Liebe Tati,

    das ist doch schön, wenn ihr es beide noch so braucht! Egal, was alle anderen denken oder auch sagen.
    Ihr allein entscheidet, wann ihr damit aufhört! :-)
    Bei meiner Kleinen waren es 23 Monate. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so lange stille. Vor allen Dingen, nachdem ich beim Großen nach 9 Monaten meinte aufhören zu müssen und es getan habe. :-/
    Genießt eure Stillzeit solange ihr sie braucht. Ich wünsche es euch so sehr.
    Lieben Gruß
    Erika

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  7. Man kann aber auch nur so lange stillen wenn man es sich erlauben kann zu Hause zu bleiben oder mindestens nur halbtags zu arbeiten...und damit meine ich nicht nur 3 monate zu stillen oder ähnliches ...
    kein Angriff oder ähnliches NUR Meinung( denn ich schätze deinen Blog sehr) :scheint es aber doch ein gewissen Abhängigkeitsbedrarf deiner Seits zu geben...denn wie du geschrieben hast ging es ihr ja bei Papa ( und der kann nun ja nicht stiillen :-)) prima..und weil du ihren Empfang als kühl empfunden hast wolltest du Nähe ( von Ihr und ihr geben) .....denn Hunger hatte sie ja nun offensichtlich nicht.....
    Aber wie bei allem im Leben so lange es für Euch gut funktioniert und ihr glücklich seid WEITER SO :) Stillen tut ja auch gut -Kind und Mutter
    Liebste Grüße

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  8. ich muss grad echt einen.
    du hast das so liebevoll beschrieben und ich kann so mitfühlen.

    ich werde auch oft blöd angeschaut, weil ich mein 8 monate altes baby noch stille.
    schrecklich, oder?

    mich interessiert das aber nicht.
    ich stille so lange weiter, wie ich und vorallem mein kleines mädchen das will.

    und deine kleinen mäuse brauchen auch ihren papa. finde gut, das ihr da so erwachsen handelt.

    lass dich nicht unterkriegen :-*

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  9. Oh wie schön. Er erstmal finde ich es supi, dass die Kiddiesden Kontakt zu ihrem Vater und Berlin aufrecht erhalten bzw du es ihnen ermöglichst.
    Und das mit dem Stilen kenne ich. Noah ist jetzt fast 7 Monate und ich habe es so genossen stillen zu können, denn bei meiner großen ging es leider nicht. Doch mit dem ersten durchgestoßenem Zahnchen,, kam seinerseits Verweigerung. Er schrie die Brust an, drückte sie weg. Über Tage habe ich es immer wieder probiert, denn ich wollte nicht, dass unser Morgen und Abendritual jetzt komplett weg fällt. Doch bis Heute weigert er sich, jeden Tag versuche ich es, einmal nahm er sie, aber nur um drauf zu kauen. Mir fiel dieser Abschied, mit diesen schönen Kuschelmomenten wahnsinnig schwer, doch meinen Brüsten und Noah überhaupt nicht.....lg Steffi

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  10. Ich finds toll und würde es genauso machen!! :) Habt ihr toll entschieden!
    Liebe Grüße

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  11. ach wie schön! ich hab den Floh auch ziemlich lange gestillt das war für uns beide ok und er hat sich selber abgestillt und gut war es...

    sei lieb gegrüßt
    anja

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  12. Hi! Das mit der Trennung kann bestimmt jede Mama sehr sehr gut nachvollziehen. Ich habe schon Sehnsucht nach dem Kleinen wenn er nur mal einen Tag bei der Oma verbringt. Der Strampelmann hat sich mit 8 Monaten selbst abgestillt. Er wurde sowieso nur noch einmal in der Nacht/am Morgen gestillt und irgendwann wollte er nicht mehr trinken. Er wurde zwar wach aber er wollte nur mit der Brust spielen und nicht mehr trinken. Unruhig war er trotzdem und an Schlafen nicht zu denken. Jetzt bekommt er immer ein selbstgemachte Reismilch (aus Reismehl und Wasser und Banane)... die trinkt er in einem Zug problemlos leer und schläft wieder ein. Tagsüber hatte ich schon lange abgestillt weil es immer ein rießen Trara war. Ich glaube, dass es ihm einfach nicht mehr gereicht hatte und er lieber Brei isst. Einerseits bin ich froh, dass es so einfach war mit dem Stillen aufzuhören. Andererseits hätte ich gerne noch etwas länger gestillt. Aber jetzt ist es halt so uns gehts beiden gut damit und es folgen bestimmt noch weiter Kinder, die dann auch gestillt werden =D

    Herzlichst
    die Katja

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  13. Ich finde es so mutig und toll das du uns hier vin geschrieben hast.
    Und auch toll das du auf euer Bedürfnis eingehst.
    Ich habe auch fast 2 Jahre gestillt und wurde immer schräg von den meisten Verwandten und Freunden angeguckt
    Aber ich fand es richtig wir haben das gebraucht.

    Danke für deine tollen Blogs :)

    Mira

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  14. Liebe Tatii, mal wieder muss ich schreiben wie toll ich es finde, dass du so herzerfrischend dein blog führst. du bist bestimmt für viele (junge) mädchen und frauen ein vorbild und ich fände es nur zu schön, wenn dieses tabu des langzeitstillens endlich die "am besten nicht drüber sprechen-ecke" verlassen würde. und du trägst bestimmt dazu bei.

    danke!
    stillen ist etwas gegenseitiges - mutter und kind sollten entscheiden und die still-beziehung so lange fortgesetzt werden dürfen, wie es sich für beide gut und richtig anfühlt. ganz unabhängig von irgendwelchen modernen, gesellschaftlichen konventionen.

    glg
    halitha

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  15. ich lese gerne was du zu berichten hast und freue mich über jeden neuen post :) ich glaub ich hätte auch rotz und wasser geheult wenn ich meine maus 600km von mir entfernt hätte' :)) aber ihr habt es ja alle überlebt ;)

    grüße

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  16. Ich finde das total gut das du auf dein Bauchgefühl hörst!!! Ich habe mein Sohn auch jetzt fast zwei Jahre gestillt obwohl alle immer sagen " sollteste nicht langsam mal aufhören"...NEIN!!! Für uns war es gut und für euch ist es immer noch eine tolle Verbindung zwischen Mutter und Kind-genieße es!!!!

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  17. Ich habe meine kleine 15 Monate gestillt und sie wollte selber nicht mehr und das fans ich toll, das sie selber entschied wann und wo :) mich habe aber immmer diese doofen fragen genervt - was du stillst immmer noch?. ohhh man ich habe es gehasst :/ das war doch meine entscheidung und mich hat es nicht gestoert..

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  18. Oh Mann, mir kullerten fast ein paar Tränen beim Lesen und Verfolgen deiner Erzählungen und Gedanken.
    Ich weiß fast genau, was du meinst. Ich will auch nicht mehr stillen. es schränkt mich ein. es zerrt an den Nerven, es beeinflusst den schlechten Schlafrhythmus von Lotte u.v.m.

    Darum bringt Micha sie nun abends ins Bett - schaut ein Buch mit ihr an, legt sich dazu, bsi sie schläft. Meldet sie sich im Laufe des Abends noch mal, geht er zu ihr. Ich sitze im Wohnzimmer - allein.

    Eigentlich ganz angenehm, aber komisch,

    Die zweite Hälfte der Nacht - ab 00:00 gehört dann wieder mir. Ich liege bei Lotte und wenn sie sich meldet, darf sie trinken.

    Mittagsschlaf wird auch noch so gehandhabt. Also..ich stille nur noch in der dunkelsten Nacht und mittags zum Einschlafen.

    Aber: Manchmal mogel ich mich doch durch und sage: Du, Schatz, heute bringt ich Lotte ins Bett, ja?

    Und dann kuschel ich mit ihr, lass sie trinken und genieße die Nähe.

    Schon komisch... ich kann auch nicht recht loslassen,, obwohl ichs gern wollte...

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  19. ich finds toll!!! hätte auch so gerne länger gestillt, aber 40-stunden-woche + schmerzmittel + ein zwuggel, der dann irgendwann keinen bock mehr auf dieses hin und her hatte... na ja, groß und stark isser ja trotzdem geworden und kuschekn tun wir beim fläschchen auch ohne ende <3 vll läufts bei nummer 2 dann ja besser, ich würd mich auf jeden fall freuen :)

    (und alle, die langes stillen "ekelig" oder "unnatürlich" finden, sollten sich vielleicht mal überlegen, was sie morgens evtl. in ihren kaffee schütten. muttermilch für einen säugling einer anderen art.... oder seid ihr kühe?)

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  20. ...was mir noch durch den Kopf geht, ist, das es eigentlich schade und traurig ist, wenn man das Gefühl hat, man müsse sich für das eigentlich natürlichste der Welt, rechtfertigen!?
    Wird man von der Gesellschaft immer mehr blöde, abwertend angeschaut, wenn man ein Baby öffentlich stillt.
    Das es aber genauso seine Nahrung braucht wie Flaschenkinder, oder mal einen Tröster wie andere ihren Schnuller...
    Meine mochte keine Flaschen und nahm nie Schnuller, was soll ich dann tun!?

    Schade das das natürlichste meist so negativ beäugt wird.

    Lieber Gruß

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    1. Ja, da sagst du was. Lotte nimmt auch keinen Schnuller o.Ä. - von daher.

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  21. Still so lange es euch beiden gut tut und genieß es, wem soll es denn Schaden und wen geht es außer euch zwei an?!
    Ich selbst wurde laaaaaange gestillt, also irgendwann nur noch zum Einschlafen, aber trotzdem war ich drei als wir beide es nicht mehr brauchten ;)

    www.kamerakind.blogspot.de

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  22. Pfeif doch auf die Meinung andere Menschen....das ist eine Sache nur zwischen DIR und deinem KIND!!!
    Daran kann nichts falsch sein.....
    GLG
    Simone

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  23. Genau. Mach wie Du meinst, wie das Kind meint und lass Dich nicht bequatschen.... Ich habe meinen Sohn 18 Monate gestillt, dann hatte ich keine Lust mehr (er hätte weitergemacht ;-)) aber er kommt super damit klar und die Schlaferei... ja mei.... das kann sich eh alles von heute auf morgen wieder ändern ob mit oder ohne Stillen. Mein Zwerg trinkt Nachts Wasser, Kinder von Freundinnen wollen dann eine Flasche, wach ist man eh!

    glg!!
    claudia

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  24. huch
    hab ich was nich ganz verstanden
    hast du dich von deinem freund getrennt oder wieso diese distanz?

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  25. Sehr schön hast Du das alles beschrieben. Danke für Deine Gedanken dazu. Meine kleine Emma ist 8 Monate alt. Ich stille sie nur noch einmal am Morgen und einmal am Abend spät. Mal sehen wie lange noch. :-)
    LG
    Claudine

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  26. Puh, so eine Trennung von den Kindern wäre mir wohl auch sehr schwer gefallen. Und ganz ehrlich, wenn ihr zwei euch mit dem Stillen wohlfühlt dann macht es doch auch weiterhin.
    Unser zweites Kind ist jetzt 6 Monate und als sie gerade 4 Monate war, durfte ich mir schon so Dinge anhören wie: ...die muss doch mal was festes essen ... entschuldige mal, aber deine Milch ist doch nicht mehr gut ... wie du stillst immer noch?!? Mir ist es egal, es ist meine Entscheidung und ich genieße es! Denn immer wenn ich stille, kann ich meistens mal einen Moment abschalten und mit der Kleinen kuscheln, dass ist so schön! Beim ersten Kind konnte ich aus verschiedenen Gründen nur 6 Monate stillen, nun hoffe ich das es diesmal nicht so schnell zu Ende geht. :-)

    Liebe Grüße
    Nadia

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  27. Richtig so! Handhabt es einfach so, wie es für euch beide gut ist, besser geht's doch gar nicht... ♥

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  28. Da kullern mir ja beim lesen schon Tränchen runter.
    Und ich kann Dich sehr gut verstehen.Ich habe Ben auch 17 Monate gestillt.Durch eine Krankheit hab ich von einem auf den anderen Tag damit aufgehört.Ben ist direkt super damit zurecht gekommen.Nur ich nicht.Ich vermisse es jetzt noch oft.Und nun stillen wir schon 5 Monate nicht mehr.Aber ich denke mit Wehmut dran.
    Also,genießt es solange ihr könnt und lasst Euch nie niemals von anderen beeinflussen oder dazwischen reden.
    Ich finds toll,wie du das machst.

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  29. Tolles Posting. Ich kann Dich gut verstehen. Ich hätte mich nicht von meiner Tochter trennen können. Das schaffe ich nicht mal bei meinem Großen.
    Meine Kleine stillt immer noch. Nachts habe ich sie mit ca. 18 Monaten abgestillt (das klappt jetzt ganz gut) aber wir stillen immer noch morgen-mittags-abends und es fühlt sich gut an.

    Lass Dich nicht von anderen verrückt machen.

    lg

    Rosi

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  30. Ich finde, Jeder soll und Muss das tun, was für ihn das Richtige ist...ob jetzt gar nicht stillen, "nur" 4 Monate oder gar 2 Jahre. Niemand sollte dafür verurteilt werden, was für ihn am Besten ist!
    Das Feenkind wurde 13,5 Monate gestillt...bis vor etwa 6 Wochen, da wollte und konnte ich einfach nicht mehr. Seitdem schläft sie von Abends 21 Uhr, 11-12 Stunden am Stück (davor mitunter stündliches stillen) und das ging wirklich zügig. Es war einfach für Sie und auch für mich, der richtige Zeitpunkt zum abstillen und ich habe es nicht bereut!

    Ganz viele liebe Grüße aus Bayern!

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  31. Ich finds toll das du darüber so öffentlich schreibst :)
    Wir stillen mit 15 Monaten auch immer noch, mittlerweile auch schon fast die Einzige in unserem Umfeld. Die meisten haben schon mit 10-11 Monaten abgestillt. Das könnt ich mir z.B garnicht vorstellen. Jedes Kind ist so unterschiedlich, deswegen sollte man nie sagen jeder muss so und so lange stillen, sondern einfach auf einen zukommen lassen wie lange man mag und wie lange es klappt. Super das ihr für euch eine Lösung gefunden habt! :)
    Liebe Grüße
    Sina

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  32. Ich habe beim Lesen sooo mitgefühlt, dass mir teilweise ein Tränchen runterliefen. So ein emotionales und persönliches Thema und ich finde es so gut, dass du ehrlich bist und dich nicht "versteckst". Kalea ist 11 Monate alt und ich stille sie immer noch. Und ich bin meistens sehr froh darüber. Es ist so nah und so warm... und solange nicht wir beide bereit sind, wird auch nicht abgestillt. Manchmal denke ich mir auch, dass es nervt und dass ich nicht mehr will. Aber sobald sie sich ankuschelt und wir zwei nur für uns sind, ist alles vergessen.
    Und die Kleine wird bestimmt immer verändert wirken, nach dem Besuch beim Papa. Das ist einfach eine total neue und ungewohnte Situation für sie. Du machst das aber toll. Und es ist verdammt gut, dass du und der Vater von deinen Zwergen kommunizieren könnt. Papa ist auch wichtig und ich sehe es bei meinem Liebsten, seine Ex macht es ihm sooo schwer, seine Kinder zu sehen und spurlos geht das an ihnen nicht vorbei...

    Ich schicke dir liebe Grüße!

    Tanja


    ...erschreckend, dass Menschen die Kommentarfunktion nutzen, um zu pöbeln oder zu beleidigen. Das habe ich auch schon ein paar mal auf Blogs gelesen und war schockiert!

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  33. Danke, für eure vielen Kommentare!
    Ich lese mir jedes Einzelne durch und freue mich sehr :)

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  34. Hallo mein Name ist Galina mag deinen Blog sehr ,meine Mama hat mich bis zum 3 Lebensjahr gestillt und es ist schön so wie du das machst . Liebe Grüsse Galina

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  35. Weißt du Tati,du bist eine wunderbare Mutter.Und ich lese hier so gerne gerade weil du dich traust ehrlich zu sein.Weil du dich traust uns von dir zu erzählen.Du bist echt und deine Liebe zu deinen Kindern ist für mich so klar und deutlich.Das ist es,was an deinem Blog berührt.Und du darfst dich bitte bitte (in dieser Hinsicht) nie ändern.
    Um gönne dir die Stillbeziehung von Herzen,auch wenn es für mich immer wieder schwer ist davon zu lesen,denn mir wurde dies nicht vergönnt.Mir wird es schwer ums Herz wenn ich an mein Baby denk und daran wie ausgeliefert wir dem Krankenhaus waren.Es geht so vielen Müttern so.Und das was du erleben darfst ist ein Geschenk.es ist wundervoll,dass du dies erkennst und verteidigst.Denn so wie es gerade ist,so wie es sich für euch gut anfühlt.So soll es sein.

    Herzlich,Mia

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  36. Wie es euch beiden gut geht, entscheidet ihr nur beide zusammen. Ich musste mich auch durchkämpfen. Habe meine Große ja 26 Monate gestillt und hätte es noch länger getan, jedoch wurde ich dann gewollt schwanger und es tat einfach alles weh.
    Ihr beide entscheidet zusammen wie lange ihr stillen wollt. Lasst dich von den anderen nicht unterkriegen. Meine Kleine wird diesen Monat 12 Monate und natürlich stille ich immernoch, und zwar genau so lange wie sie es für richtig hält.

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  37. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber ich bewunder dich immer wieder wie toll und herzlich du mit deinen umgehst. Ehrlich gesagt, versuch ich mir jetzt schonmal Tipps bei dir abzuschauen, wenn es dann auch bei uns soweit sein sollte. ;)
    Ich finde es toll, dass du immer noch stillst. Für mich ist es eine der wichtigsten Dinge, wenn es ohne Probleme klappt. Und wenn die kleine Martha es noch braucht, dann ist es auch gut so. Ich würde es genauso machen.
    Das manche Leute blöd darauf reagieren, nervt mich. Stillen ist eins der natürlichsten und wichtigsten Dinge der Welt.
    Viele liebe Grüße an deine kleine tolle Familie. <3

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  38. Mach weiter solange ihr Euch dabei wohlfühlt. Ich habe meinen Sohn 20 Monate gestillt und es war mir egal, was andere dazu meinten. Ehrlich gesagt, habe ich aber viel mehr positives Feedbacl bekommen, als ich erwartet hatte! Langzeitstillen ist aber leider immer noch oft ein tabu in der Öffentlichkeit. Umso besser finde ich es, dass Du öffentlich darüber schreibst und ein Stück dazu beiträgst, dass es gesellschaftsfähiger wird, sein Kind solange zu stillen, wie beide wollen. LG Katrin

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  39. Ich bin nicht so der Stillfreund und ich finde es eher befremdlich ein Kind so lange zu stillen, das es einem am Tshirt zuppelt um Milch aus der Brust zu trinken. Aber das ist nur mein ganz persönliches Empfinden und ich würde nie jemanden dafür verurteilen. Ich finde es gut, dass du thematisiert was euch glücklich macht , eben ganz besonders in dieser Zeit wo alles totdiskutiert wird ob stillen tragen oder sonstwas. Jedem das womit er glücklich ist.

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  40. Ich bin ein bischen spät dran, habe deinen Blog aber erst heute richtig entdeckt.
    Ich war von deinem Post sehr gerührt. Er trifft mich als Mama genau ins Emotional-Gefielde. Habe selbst so gerne gestillt und jetzt, wo meine Kleinere 2 ist, denke ich mit Wehmut daran zurück. Geniesst es, solange ihr noch könnt, die Zeit "ohne" kommt ohnehinn schnell genug...
    Liebe Grüsse von Kathi

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  41. Im Stillen steckt zweifelsohne ein Riesenglück für Mutter und Kind zugleich. Kein Mann kann jemals nachfühlen, was es bedeutet, über die Fähigkeit zu verfügen, einen so jungen Menschen mit dem eigenen Körper ernähren zu können. Das Stillen ist nicht nur seelisch, sondern auch körperlich eine Bereicherung der eigenen Entwicklung, wie auch der Entwicklung des neu geborenen Menschen.
    Gott hat allein der Frau die Fähigkeit gegeben, einen Menschen durch ihren Körper zu ernähren und großzuziehen. die Liebe und Zuneigung zwischen Mutter und Kind gestärkt wird. Das Bewusstsein so ein bedürftiges, kleines Wesen glücklich und satt zu machen, gibt wiederum der Mutter so ein Glücksgefühl, dass sie auch alle Strapazen des Stillens gerne auf sich nimmt. Denn Stillen ist nicht immer einfach am Anfang: Brustentzündung, Wunden, schlaflose Nächte usw.; welche stillende Mutter kennt all dies nicht? Und trotzdem ist es doch so wunderbar. Die kleine Nase an der Brust, die winzigen Fingerchen festgekrallt, dieses Saugen und glückliche Seufzen beim Einschlafen des Babys lassen alles leichter ertragen.
    Ich konnte 4 meiner Kinder gut stillen. Das 5.leider nicht aus gesundheitlichen Gründen(Medikamenteneinnahme) und mir fehlt es so.
    LG Sumama

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  42. ach seufz! stillen ist wohl eines der schönesten dinge auf dieser welt! ich bin so froh, dass eure geschichte so gut ausgegangen ist!

    mein 9 monate alter sohn und ich sind wohl auch einer meinung! denn er wird fast noch voll gestillt, weil ihn essen in anderer form nicht wirklich interessiert. von mir aus könnte er nun schon auch (!) mit dem essen beginnen, mal sehen! aber zum glück widerlegen wir, was man immer wieder hört, dass die milch ab dem 5./6. monat nicht mehr ausreicht. denn j schaut wirklich wirklich gut aus, er hat so viele entzückende speckfalten, überall, dass man sich wirklich keine sorgen um ihn machen muss!

    und ich kann mir im moment einfach gar nicht vorstellen, dass ich ihn mal nicht mehr stillen werde. bei dem gedanken kommen mir gleich die tränen. aber meine hebamme hat mal gemeint, dass man einfach nicht so weit denken soll. also denke ich, dass es heute so wunderbar passt und morgen wahrscheinlich auch noch und was nächste woche ist, werden wir sehen! diese intimität beim stillen ist einfach unbeschreiblich schön.

    alles liebe, selina

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