28 Januar 2014

stille(nde)s Kind

Fast 25 Monate in denen ich Martha stille sind nun vergangen und es ist immernoch kein Ende in Sicht.
Stillen ist für mich mehr als nur mein Kind zu nähren. 
Stillen bedeutet Nähe. Stillen bindet die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Stillen ist die bessere Alternative des Trösterosinchens und die Lösung für alle Babyprobleme.
Ich stille wann immer mein Kind danach verlangt. Wenn es müde ist, wenn es traurig ist, wenn es sich weh getan hat, wenn es hunger/durst hat, wenn es kuscheln will, oder nach einem Albtraum.
Mein Kind zu stillen ist nicht nur meine Aufgabe als Mutter, sondern mitlerweile auch eine Leidenschaft.


 Und diese Leidenschaft habe ich mir nun auch zum Beruf gemacht und konnte besonders im Krankenhaus wo ich Praktikum gemacht habe vielen Müttern als Stillberaterin erfolgreich helfen und zur Seite stehen, was mich freut.
Dennoch klappt es auch in vielen anderen Kliniken nicht immer mit dem stillen und vielen Frauen wird schnell zum zufüttern geraten oder sogar abstillen.
Sobald das Kind geboren, gemessen, gewogen und angezogen war, war es im Kreißsaal meine Aufgabe der Mutter das Kind danach zu überreichen und beim anlegen zu helfen, was die meisten der Frauen nicht konnten, da es das erste Kind war.
Jedes mal freute ich mich wie ein Honigkuchenpferd bei dem ersten stillen zu helfen und dabei zu sein.
Nach etwa ein paar Stunden oder Tagen besuchte ich immermal wieder die Familien auf der Wöchnerinstation und fragte aus eigenen Stücken wie das stillen klappt. Bei einigen harmonisierte das ganze einfach, aber es gibt auch Frauen, die weniger Glück haben und es einfach ohne Hilfe nicht hinbekommen.
Das stimmt mich so traurig, dass ich mir denke, es kann doch nicht sein, dass sie glücklich stillend aus dem Kreißsaal entlassen werden und ums Eck auf der Wöchnerinstation verzweifeln sie, weil keiner hilft.
Hebammen müssen immer wieder Fortbildungen besuchen und alles auffrischen was das stillen betrifft (aber auch in anderen Bereichen) und die Pflegerinnen bleiben auf dem selben alten Stand und haben anscheinend wenig Lust und noch weniger Zeit der Mutter beim stillen zu helfen oder mal eben von nebenan eine Hebamme zur Hilfe zu holen.
Damit möchte ich auf keinen fall alle Pflegerinnen ansprechen oder gar schlecht reden! Ich finde einfach sie haben es sich genauso verdient darin so gut geschult und gebildet zu werden wie Hebammen oder Stillberaterinnen. Immerhin bleiben viele Frauen noch ein paar Tage im Krankenhaus nach der Geburt und somit in Obhut der Schwestern und Ärzte.
Auf Station haben die Schwestern soviel zu tun, dass oft auch nicht die Gelegenheit gegeben ist sich Zeit dafür zu nehmen und so wird schnell zum zufüttern geraten.
Zuhause hat dann die Nachsorgehebamme das große Los gezogen und darf sich nicht nur das ganze Leid anhören, sondern zusehen wie sie das Kind wieder an die Brust gewöhnt bekommt.
Meiner Meinung nach braucht jede Klinik mit Kreißsaal und Wöchnerinstation eine Stillberaterin vor Ort!
Alle werben sie mit bonding, aber praktizieren es nicht 100% anständig.
Stillen ist das natürlichste der Welt und jede Mutter hat ein Recht darauf zu stillen. 
Daher nehmen AFS Stillberaterinnen auch kein Geld von den Frauen, sondern helfen gerne ehrenamtlich.

Und weil ich jetzt schon die 2 schönsten Berufe der Welt habe, nämlich das Mamasein und die Stillberatung, werde ich Frauen nicht alleine lassen mit ihrem Stillbaby! 
Ich habe selbst viele Höhen und Tiefen beim stillen durchgemacht. Von der schmerzenden Brustwarze, über den Milchstau, bishin zur Brustentzündung.
Erfahrung habe ich also genug!
Wir hatten schon lange kein richtiges Stillproblem mehr. Seit gut über einem Jahr klappt alles reibungslos.
Aber es gab dann neuerdings doch etwas, was mich besonders beim stillen von Martha desöfteren störte.
Sie fummelte mir immer während dem trinken im Gesicht rum, steckte mir ihre Finger in die Nase, in den Mund, zog mir an den Haaren...
Da erfuhr ich von der sogenannten Stillkette und dachte das ist die Lösung!
Ich bestellte sie und machte mir erstmal nicht ganz so viel Hoffnung, weil Martha ja schon so groß ist und dachte mir einfach wenns nicht klappt sie von all dem begrabbeln abzulenken, sieht die Kette ja immernoch gut aus und man kann sie auch einfach so tragen und nicht nur zum stillen.
Aber ich bin angenehm überrascht!


Martha spielt und streichelt mit ihren 2 Jahren während dem stillen die Kette und ich kann sie zufrieden dabei beobachten.
Bei kleineren Kindern die noch vorne getragen werden, dient die Kette auch als Spielzeug im Tragetuch wenn Mama sie um den Hals trägt.
Ich finde das eine echt tolle Idee und habe meine Kette die ihr oben auf dem Bild seht von Nihama aus dem Dawandashop.
Sie hat so viele schöne Modelle, dass mir die Entscheidung mal wieder nicht sehr leicht fiel, aber gefunden habe ich am Ende dann doch noch meine perfekte Kette.
Ihre Visitenkarten sind direkt mal in meine Beratungsmappe gewandert und obwohl es bestimmt zu den Dingen die die Welt nicht unbedingt braucht zählt, empfehle ich sie weiter und wurde auch draußen schon darauf angesprochen, was für eine tolle Kette das doch sei und so erzählte ich der Frau, dass diese Kette viel mehr kann als nur gut auszusehen.



Kommentare:

  1. Liebe Tati,
    Das ist wirklich ein sehr schöner Post. Ich finde es gut das es solche Menschen wie dich gibt. Und ich bewundere dich dafür das du immer noch stillst. Glg Dany

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  2. Liebe Tati,
    ich bin stillende Mama, die es - wäre ich zum ersten Mal Mama gewesen wäre - hätte sich dank Hebamme und "Stillberatung" abgewöhnt.
    Erschreckend schnell sind auch heute noch Hebammen und Kinderkrankenschwestern mit Fläschchen zur Stelle, will es am Anfang nicht so recht mit dem Stillen klappen. Ich finde das so, so furchtbar!!!
    Ich liebe das Stillen! Die kleinen Patschehändchen, die währenddessen streicheln, patschen, fummeln ... Die großen Augen, die während des Trinkens genau verfolgen, was ich mache und wohín ich schaue... Das wäre alles wahrscheinlich nicht so oder kaum so - würde ich heute auf die Kinderkrankenschwestern und Co. gehört haben...

    Ganz liebe Grüße und danke für diesen wunderbaren Post
    aennie
    (wobei ich aber sagen muss: ich bin gegen die "militanten" Stillgruppen ;) )

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    1. danke für diesen schönen Kommentar und der Gänsehaut die du mir bescherrt hast!
      Was genau verstehst du unter militanten Stillgruppen?
      Ich finde Stillgruppen bzw Stillcafes/treffen ansich eine schöne Idee und werde im Frühling auch eine eröffnen.
      Bei dieser sind aber gern alle eingeladen. Auch Mamas die nicht mehr stillen dürfen zum Tee trinken, spielen und quatschen kommen :)

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    2. Nur irgendwas stimmt mit meinem Satzbau nicht :D

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    3. Ich war beim ersten Kind in einer, die nichts neben dem Stillen akzeptiert haben und in der es Kinder gab, die mit 6 Jahren noch unters Shirt der Mama gekrabbelt sind. Nicht , dass ich das verwerflich finde, nur nicht meins. Aber es gibt manchmal auch eben Gründe, nicht zu stillen (schwere Krankheit ...) und die sollten m.E. auch toleriert und akzeptiert werden. (Gründen sie z.B.: Ich wollte meinen Körper wieder für mich. Oder: Ich wollte wieder rauchen. u.Ä. sind für mich dagegen furchtbar egoistisvh ;) )

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    4. Ich glaube Sie meint eine Stillgruppe in der man nicht schief angeguckt wird weil man nicht stillt. Oder nur 6monate gestillt hat.
      Deine Idee finde ich super. Ich geh auch immer zum Elterncafe. Meine Marta findet es toll und ich kann mich auch mal austauschen.

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    5. ich war mit meinem sohn 14 monate in einer stillgruppe im geburtshaus, mit einer wunderbaren hebamme! ich wüßte nicht, wie das erste jahr mit j gelaufen wäre, hätte ich die stillgruppe nicht gehabt, sicherlich aber nicht so entspannt und mit viel selbstvertrauen als mama! :) in der stillgruppe ging es aber natürlich auch nicht nur ums stillen, sondern generell ums leben mit einem baby. und ich muss sagen, ich vermisse diese vormittage doch sehr, so zwei monate nach unserem abschied. aber es waren einfach so viele minikleine neue babies da und da muss man auch mal platz machen...

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    6. hallo tati,
      ich finde es großartig, dass du dich als stillberaterin engagierst! das ist sooooo wichtig, gerade in krankenhäusern. mein sohn ist ja zuhause auf die welt gekommen und wir hatten eine wunderbare hebamme! j hatte nämlich zwei wochen nach der geburt sein geburtsgewicht noch nicht wieder, aber sie hat uns keinen stress gemacht, hat genau hingeschaut, wie er trinkt, wie´s mit dem milcheinschuss ist, wie er gedeiht... und mit drei wochen hatte er schließlich 200 gramm mehr und dann gab´s kein halten mehr in punkto zunehmen! :) ich war so froh, dass wir in dieser situation zuhause waren, ohne irgendwen der stress macht, ohne ständiges abwiegen und die flasche oder milchpumpe im rücken.
      meine stillgruppen-hebamme hat erzählt, dass sie in einem stillfreundlichen krankenhaus mal geschaut und festgestellt haben, dass nur 10% der babies ohne zufüttern das krankenhaus verlassen! da muss doch echt gewaltig viel schieflaufen! daher finde ich es toll, dass es frauen wie dich gibt, und wir bräuchte noch viel mehr! und auch noch viel mehr geburtshäuser (in ö gibts da kaum welche) und viel mehr abbulante geburten! dann wäre es um´s stillen auch besser bestellt.
      wir stillen auch noch, mein bub ist jetzt 16 monate alt. und ich denke gar nicht ans abstillen, das passt einfach gut für uns und wieso sollte ich uns das nehmen? ich denke, dass irgendwann der zeitpunkt kommen wird, wo´s für ihn oder für mich oder beide nicht mehr passt, und dann werden wir das machen. aber so ist es - wie du es beschreibst - einfach toll, praktisch, erfüllend etc.
      alles gute dir! selina

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  3. Liebe Tati,
    was du beschreibst, habe ich selber erlebt, trotz Stillberaterin im Krankenhaus. Das Anlegen habe ich eigentlich immer allein gemacht & das war ein Kraftakt. Allerdings hatte ich ruck zuck ein Rezept für eine Milchpumpe! Damals hab ich das alles nicht so dramatisch gesehen, aber heute bedauere ich das schon sehr! Aber ich habe selber im Praktikum es dann doch noch mal anders erlebt!

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  4. Danke für diesen schönen Post. Ich gehöre auch zu denjenigen der die Nachsorgehebamme viel zu früh (mit 10 Tagen) zum zufüttern geraten haben. Ich hätte nicht auch sie hören sollen. Ich fand es so furchtbar zuzufüttern. Aber ich habe für das Stillen gekämpft und es mit 6 Monaten dann doch noch geschafft, mein Kind wieder voll zu stillen (und wir haben damals sehr viel zugefüttert). Das war dann sehr praktisch, weil mein Sohn von Beikost nicht so begeistert war.
    Bei meinem Mädel hat das dann super geklappt. Leider hat sie sich dann mit 1 3/4 abstillt. Es war erst sehr traurig, aber dann doch in Ordnung, da es ihre Entscheidung war.

    lg

    Rosi

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  5. ich weis leider (oder gott sei dank wohl eher) nicht wie es auf der station in unserem krankenhaus praktiziert wird. wir sind nur einen halben tag nach der geburt geblieben und das empfand ich nicht nur fürs stillen als eine wohltat. für mich war es einfach nur ganz normal, ich hab mir darum wirklich überhaupt keine gedanken gemacht. noch hab ich mich unter druck gesetzt oder so.
    wäre schön wenn alle diese sicherheit hätten und auf ihre instinkte hören würden, nicht nur aufs stillen bezogen, auch während der geburt und schwangerschaft. ich hatte da aber auch einfach glück mit hebammen und ärzten.

    was ich aber auch selber erfahren habe und aus gesprächen mit anderen mamis weis ist das stillen nach einer zeit zur belastung werden kann. nicht alle gehen darin so auf wie du und stillen vielleicht nur einge monate bzw wochen. bei mir hatte das nicht viel damit zu tun das es nicht funktionierte, milch hatte ich genug für 2, aber ich habe mich in dieser rolle einfach nicht wohl gefühlt und litt öfter an stilldepressionen.
    ich finde das man an so einem punkt schon einen schnitt machen kann und zum wohl von beiden dann auch aufhören sollte zu stillen.
    ich bin mit 7 monaten ja noch im höheren bereich angesiedelt, hätte aber durchaus früher aufhören wollen, die kurze nahm nur nix anderen an und von null auf gleich die brust entziehen war dann auch nicht meins. ich hab gewartet bis sie soweit war und die flasche von alleine genommen hat.

    ich weis leider auch das es hebammen und stillberaterinnen gibt die einem dann noch ein schlechtes gewissen einreden wollen. es gibt in der hinsicht meiner meinung nach leider auch ungeschulte bzw stärrische frauen die dann versuchen die mütter doch noch umzustimmen. da braucht es glaube ich einen guten mittelweg und ganz viel einfühlungsvermögen. ich könnte das mit sicherheit nicht :D
    aber so wie ich deine passion dafür hier auf dem blog erlebe gehst du ja voll in deinem beruf auf und das freut mich wirklich sehr für dich.

    liebe grüße

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    1. danke für diese Antwort!

      Es ist tatsächlich so - nicht jede Frau geht im Stillen auf.

      Ich hätte mir das niemals träumen lassen, für mich war immer klar dass ich meine Kinder mal stille und zwar lange. Die Realität sah dann ganz anders aus. Nämlich so, dass ich während der Wochen die ich gestillt habe nur geweint habe. Hin und her gerissen war zwischen "ich wollte doch, es ist doch auch das Beste für mein Kind" und dem Wunsch gerne abzustillen, weil ich es in jeglicher Hinsicht furchtbar belastend für mich empfand.

      Und letztlich war es immer so, dass ich erst dann eine positive Bindung zu meinen Kindern aufbauen konnte, als ich abgestillt hatte. Aller gegenteiligen Stimmen die sagen wie gut das Stillen für die Bindung wäre zum Trotz.

      Sollte ich jemals noch ein Kind bekommen, würde ich vermutlich gar nicht stillen wollen. Maximal die ersten Tage, damit das Kind das Kolostrum bekommt. Aber ich mag mir nicht wieder die schöne Anfangszeit mit meinem Baby "kaputt" machen, weil ich denke ich muss stillen, obwohl ich damit aus welchem Grund auch immer nicht klar komme.

      Ich finde stillen immer noch super! Ich freue mich über jede stillende Mutter, die ich sehe. Ich liebe Fotos wie das von dir und Martha. Für mich persönlich hat sich stillen nur einfach nicht als der richtige Weg erwiesen. Warum auch immer.

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  6. Oh, die Kette ist wirklich ein toller Tipp! Danke :)
    Ich halte von meinem Jüngsten einfach sein Händchen. Damit gibt er sich noch zufrieden. Ich hoffe auch sehr, dass ich dieses Mal etwas länger stillen kann / darf, als bei meinem Großen.

    Liebe Grüße
    Rose

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  7. Liebe Tatii, ich bin ja eher eine stille Mitleserin deines Blogs. Aber dieser Artikel "zwingt" mich ja förmlich zum Kommentieren.
    Ich möchte dir gerne meine Geschichte schreiben. Ich habe in einem "stillfreundlichen" Krankenhaus entbunden. Ich wollte stillen. Leider habe durch die Schwestern und auch Hebammen eher ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Keine Hilfe beim Anlegen. Gerade nachts hatte ich arge Probleme. O-ton der Nachtschwester: Wenn es bei Ihnen jetzt nicht bald mit dem Stillen klappt, dann müssen sie sich was anderes einfallen lassen.
    Ich verließ (trotz Kaiserschnitt und entgegen des ärztlichen Rates) nach 4 Tagen die Klinik. Und siehe da, daheim in der vertrauten Umgebung klappte das Stillen.
    Auch nachdem viele mir zum Abstillen rieten, stillte ich weiter.... Ich stillte die Maus bis sie sich selber abstillte mit ca. 2,5 Jahren...

    du machst vielen Mama´s Mut.

    Danke für deinen Artikel

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  8. Welch ein wunderbarer Post und ja, es ist noch viel (Aufklärungs-) Arbeit in den Krankenhäusern nötig!
    Ich selber hatte meinen Sohn in einem stillfreundlichen Krankenhaus entbunden und was ich nach der Geburt erlebt habe, war alles andere als stillfreundlich. Klar waren die Schwestern auf der Station sehr dran gelegen, dass die Mamis stillen, aber eine einheitliche Linie war nirgends zu finden.
    Ich hatte leider das Pech, dass ich 1,5 tage nach der Entbindung auf der Intensivstation lag und da war von niemanden die Info zu bekommen, ob ich denn trotz der Medikamente stillen kann. So wurde meinem Mann die Flasche in die Hand gedrückt und der Kleine hat 2 Tage die Flasche bekommen, bevor ich ihn anlegen konnte. Aber hey, das fand der Kleine Mann natürlich dämlich, da kam ja nix raus und was dann folgte, war das reinste Chaos: Schwester A sagt hü (unbedingt Milchpumpe benutzen, nein sie brauchen kein Fläschchen geben), Schwester B sagt hott (warum haben sie überhaupt eine Milchpumpe, natürlich bekommt er das Fläschchen) und mein Sohn hatte mehr als 6 Stunden nichts zu trinken bekommen, da ich ja stillen sollte und keine Flasche geben sollte.
    Die Stillberaterin hat uns auch nicht groß geholfen, sie war zwar zwei mal bei mir am Bett, aber mehr als den Tipp, den Kleinen vor dem Stillen zu beruhigen, wenn er sich in rage weint, haben wir nicht bekommen. Da kommen mir Fragen, was sie gelernt hat, auf.
    Erst Zuhause und Dank unserer wundervollen Nachsorgehebamme hat das Stillen eine gute Wendung genommen und ich konnte ihn solange stillen, bis er mit 10 Monaten nicht mehr wollte. Dabei hat sie eigentlich nichts weiter gemacht als nur so lange bei mir zu bleiben und Mut zuzusprechen, bis unser Sohn an der Brust gesaugt hat. Und das hat dann 10 Minuten gedauert. Eigentlich kein großes Hexenwerk, aber im Krankenhaus war keine der Schwestern/Stillberaterin länger als 3 Minuten bei uns, um uns zu helfen. Und so was nennt man stillfreundlich. Da werde ich heute noch wütend, wenn ich daran denke.

    Und ich glaube, es gibt tausende solcher Stories und um so toller und wichtiger finde ich deinen Einsatz für das Stillen im Krankenhaus!
    Ich bin auf deinen weiteren Weg in diese Richtig schon sehr gespannt und wünsche dir auf diesem Weg weiterhin alles Gute!
    Liebe Grüße
    Karin

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  9. Ich bin durch Facebook auf diesen Artikel aufmerksam geworden und habe ihn mit großem Interesse gelesen. Ich finde es wirklich schön zu hören, wie engagiert Du andere Frauen unterstützt, ihr Kind stillen zu können und auch bei Problemen nicht gleich aufzugeben. Ich hatte bei all meinen Kindern (es sind immerhin drei :-) ) ganz tolle Hebammen, die mich diesbezüglich unglaublich untertsützt haben. Jetzt kommen allerdings meine zwei großen ABERs: 1. es waren freiberufliche Hebammen (zwei meiner drei Kinder habe ich zu Hause geboren) und meine Erfahrung mit Hebammen und Schwestern im Krankenhaus decken sich mit den negativen Beobachtungen Deines Artikels. Da mein Sohn ein Frühchen war, sollte ich ihn nicht anlegen und alleine konnte ich es nicht (wie Du schon sagtest: 1. Kind ;-)). Die mangelnde Unterstützung und die Angst, die man bei mir und meinem Mann damals geschürt hat (mein Kind würde nicht zunehmen [er war wirklich winzig]) hat dazu geführt, dass ich über mehrere Jahre immer Druck und Zwang verspürt habe, wenn es um die Ernährung meines Sohnes ging. Das regt mich heute noch auf (mein Sohn ist jetzt sechs).
    2. Ich hatte bei allen drei Kindern eine Stilldepression und musste lernen, dass es hier wenig Erfahrungen und noch weniger Verständnis gibt (meinen Sohn habe ich immerhin 4 Monate gestillt, meine 1. Tochter drei Wochen, meine zweite Tochter nur die 1. Nacht). Die Hebamme, die ich bei meinen Töchtern hatte, bildete eine unglaubliche Ausnahme. Vielleicht meint aennie das mit militanten Stillgruppen - bei aller Leidenschaft sollte man wirklich sensibel sein, denn es gibt Schwierigkeiten, die sich tatsächlich nicht lösen lassen und es gibt Situationen, in denen Stillen nicht das Beste fürs Kind sein kann (wie ich durch diese Depressionen erfahren habe).

    Alles Liebe,
    Carolin

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  10. Ich stille meinen 23 Monate alten Spatz auch noch, genau wie du! :) An für sich genieße ich es, nur immer öfter höre ich, dass das Langzeitstillen ein Grund dafür sein, warum es mit dem Geschwisterchen einfach nicht klappen will... Weißt du da näheres?
    Das mit der Kette ist 'ne gute Idee, der kleine Prinz will mir auch immer im Mund rumgrabbeln oder mit die Nase zuhalten. *lach* Wäre also ebenfalls eine Lösung für mich!

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  11. Einen schönen Post hast du da geschrieben! Und genau aus diesen Gründen wollte ich auch mein Baby gerne stillen. Allerdings kam er direkt nach der Geburt auf die Intensivstation und ich quälte mich nur an der Milchpumpe.
    Ich hoffe, wenn ich wieder ein Baby bekomme, steht mir jemand so zur Seite wie du das beschreibst und hilft mir dabei, dass ich das Stillen genießen kann!
    Liebe Grüße Karina

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  12. Ach wenn ich das so lese werde ich ganz traurig.
    Ich hätte so gern gestillt aber es hat einfach nicht geklappt.
    Selbst due ganzen Stillberaterinnen (mein Krankenhaus arbeitet auf der Geburtenstation nur mit Hebammen)
    konnten nicht helfen. Ich hoffe, dass es beim nächsten Kind klappt und freu mich schon irrsinnig.
    Schon allein das Mitschleppen für das ganze Futter nervt so..
    Ich freu mich auf weitere Berichte
    Liebe Grüße Ina

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  13. Auch wenn meine Kids schon 10 und 12 sind, bekomme ich Gänsehaut bei deinem Post. Ich habe den großen fast 2 Jahre gestillt. Wobei der erste Monat dabei fast nicht zählt, denn er war ein Frühchen, hat zunächst die Muttermilch über eine Magensonde, dann aus dem Fläschchen und schließlich doch noch aus der Brust bekommen.
    Meine Tochter hat sich abgestillt, als sie mit nicht ganz 3 Jahren in den Kindergarten kam, da war es mit Stillen innerhalb weniger Tage vorbei,
    Fast 5 Jahre habe ich gestillt, und es war eine tolle Zeit!
    Danke für diesen schönen Post und die damit verbundene Erinnerung :-)

    LG,
    Britta

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  14. Hallo Tati,

    ich komme zum ersten Mal auf dein Blog und das ganz bewusst wegen dem Still-Thema.
    Ich bin eine der Frauen von denen du da sprichst... ich musste mir das Stillen im Krankenhaus quasi selbst beibringen, habe mich sehr hilflos gefühlt, da ich mich auch vorher eigentlich kaum mit dem Thema beschäftigt hatte, ich habe bei jedem Anlegen geweint, es tat weh, heute weiß ich auch welche "Fehler" ich gemacht habe. Ich hätte mir so sehr jemanden gewünscht der mir hilft, der sich ein bisschen Zeit nimmt, der mir gut zuspricht. Ich kann mich noch gut an eine Situation erinnern, da war Luisa 2 Tage alt... Luisa brüllte vor Hunger wie am Spieß, ich bekam sie einfach nicht angelegt, konnte mich wegen dem Kaiserschnitt auch kaum bewegen, rief unter Tränen die Schwester... ihre Aussage während sie mit meinem Kind den Raum verließ: "Wenn sie ihr Kind nicht stillen können, dann gebe ich ihm jetzt eben die Flasche." Ein Schlag ins Gesicht. Ich habe nach 2 Wochen das letzte Mal angelegt.
    Jetzt bin ich mit meinem 2. Kind schwanger und habe mir fest vorgenommen einiges anders zu machen und es wieder mit dem Stillen zu versuchen. Aber hoffentlich mit besseren Voraussetzungen und mehr Kraft.

    Danke für deinen Post und auch den Stillketten-Tipp.

    Liebe Grüße
    Stefanie

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    1. Das ist ja furchtbar und macht mich sehr traurig... Ich wünsche dir, dass es diesmal klappt - nur die Ruhe. Denk einfach dran, dass ihr beiden - du und das Baby - die Chefs in eurer Stillbeziehung seid, und nicht irgendeine überforderte Schwester!

      Wenn die Schwestern wieder anfangen rumzuspinnen ;), dann würde ich einfach fragen, ob sie dir nicht einfach helfen können, und zeigen, wie es geht. Kann doch nicht sein, dass es auf einer Neugeborenenstation solche Vorfälle gibt. Vielleicht wäre es auch gut, zur Geburt deines Bauchbabys in ein anderes Krankenhaus zu gehen? Dann stehst du nicht gleich so unter Druck - ich kann mir vorstellen, dass du Angst hast, so etwas wieder zu erleben.
      Es wird schon klappen - und wenn es nicht sofort funktioniert, hilft einmal durchatmen und klare Ansagen an die Schwestern. Oder du holst dir nach der Geburt so schnell es geht deine Nachsorgehebamme zur Unterstützung ins Krankenhaus!

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  15. Ich hatte heute unter nem Bild bei Intsa den Hashtag gesetzt, dass ich dank Insta ständig an fremde Menschen denke...das is nix schlimmes, es erheitert mich eher! :) Jedenfalls hast du bei mir die Synapse beim Stillen und hätte ich Probleme gehabt oder bekomme ich welche, würde ich dir auf jedenfall schreiben! Du machst einfach einen sehr kompetenten Eindruck in der Hinsicht und ich finde es faszinierd, dass du es immer noch machst! Und mich beruhigt es auch einfach zu lesen, dass du sie einfach auch stillst um sie zu trösten...ich finde das schön, weil ich quasi auch vorallem zum einschlafen stille, eben weil ich das Gefühl habe, dass sie die Nähe braucht...wie dem auch sei genug gesülzt ich mag einfach dich und deine Art und Weise :)

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  16. Achja,...das liebe Stillen ;-)

    Vor fast 4 Jahren kam meine Große zur Welt und ich wollte um alles in der Welt stillen! Im Kreißsaal klappte es nicht so recht (sie hatte eine Saugglocken-Geburt und der halbe Kopf war offen und schmerzte meine Große vermutlich wie irre!) - auf der Station hatte niemand Zeit für mich.....Leider! Ich wurde eigentlich sofort zum Abpumpen aufgefordert (und das in einem stillfreundlichen KH - deshalb hatte ich mich nämlich dafür entschieden!), so wie eigentlich alle Mütter......Ich sah nur Mütter, die abpumpten, keine die stillte!
    Ich fragte immer wieder um Hilfe, aber es gab keine. Ich war verzweifelt, fühlte mich wie eine Milchkuh an einer Melkmaschine und dann wurde meiner Großen nachts auch noch die Flasche gegeben und ich wurde nicht mal um Erlaubnis gebeten!
    Ich kam nach 5 Tagen heim, dann kamen meine Eltern zu Besuch und meine Mama half mir - in aller Ruhe - siehe da, es klappte sofort! Meine Mama ist daher meine persönliche Stillberaterin *g* und das ganz ohne Ausbildung.....
    Bei der Kleine klappte es sofort....Ja, ich gebe zu, ich hatte bei beiden Kindern über 3 Monate offene Brüste, schmerzen, hab zum Teil nur mit Schmerzmittel gestillt - aber ich habe durchgehalten und alles wurde besser und schöner und einfacher.....Ich habe das Stillen geliebt!

    Vielen Dank jedenfalls für den Tipp mit der Stillkette - find ich eine super Idee!

    lg Sandi

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  17. Hallo Tati,
    Ich muss dich auch loben ein sehr schöner Post.
    In meinem Freundeskreis haben mittlerweile alle Kinder. Und außer mir und noch zwei anderen Mamas hat keine gestillt. Die meisten von ihnen "konnten" nicht. Ich habe wirklich viel zu dem Thema gelesen und die meisten meiner Freundinnen wurden schlecht bzw. gar nicht beraten. Das ist echt traurig. Aber damit hört es leider nicht auf es geht beim Tragen, Beikost, 1er,2er,3er Milch weiter.
    Leider informieren sich viele Eltern nicht richtig und vertrauen nur der "Masse" oder der Industrie.

    Also liebe Muttis und Vatis hört auf euren Bauch der hat meistens die besten Ideen. ;-)

    LG Sandy

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  18. Danke fuer diesen tollen Text. Zum Thema Stillen und vor allem was das Stillen fuer Mutter und Kind bedeutt, sprichst du mir aus dem Herzen. Wir stillen nun bald 2einhalb Jahre und ein ende ist nicht in sicht. Wahrscheinlich werde ich mich ab Mai mit dem Tandemstillen versuchen und auch wenn ich davor grossen Respekt habe, hoffe ich, dass wir auch das gemeistert bekommen :)

    Die Stillkette ist uebrigens super schoen!

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  19. Hey Tati,

    ich gebe Dir in ganz vielen Punkten Recht! Aber ich bin jetzt momentan auch froh, dass Max ENDLICH mal Gefallen an der Beikost findet! Er ist jetzt 8 Monate alt und wurde bis vor 2 Wochen praktisch noch voll gestillt. Er nahm nur kleine Mengen finger food zu sich; seit 2 Wochen ißt er endlich auch Brei. Ich weiß, man hat bei einem 8 Monate alten Baby noch Zeit, aber das "Voll stillen" hat doch sehr an mir gezehrt. Die Mengen die er getrunken hat, waren echt enorm!
    Hi, hi, wenigstens hatte das den Vorteil, dass ich gegessen habe wie ein Scheunendrescher und abgenommen habe ....
    So ist es jetzt für uns beide ok! Aber ich glaube, so lange wie Ihr werden wir nicht durch halten ;)
    Meine Große hat sich nach 7 Monaten selbst abgestillt. Darf ich mal fragen, wie lange Du Julietta gestillt hast?! Auch noch in Deiner SS mit Martha?
    Was den "Stillstart" betrifft: ich habe beides mal in einem stillfreundlichen KKH entbunden. Da kann ich nicht über zu wenig Betreuung meckern und auch die Nachsorge Hebammen waren klasse!
    Aber ich denke, da genau so wie Du. Schade, wenn der Start schon nicht stimmt und deswegen abgestillt wird.
    Und noch eine Frage: Max hat 2 Zähnchen. Ab und an beißt er auch mal gerne kraftvoll zu .... ist das bei Martha kein Problem?
    Ja, aber eigentlich stille ich auch ganz gerne :)

    Ganz anderes Thema: Du stehst doch auch auf Holzspielsachen .... spick doch mal hier rein:
    http://mima-kreativ.blogspot.de/2014/01/ein-herzenswunsch-holzlaster.html

    Ganz liebe Grüße, Sandra

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  20. ich möchte eigentlich was ganz anderes sagen: das bild ist einfach toll!

    eine schon lange nicht mehr stillende, weil schon große-kinder habende, mama

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  21. Ein schöner Post. Stillen ist einfach wunderbar - wenn und solange Mama und Kind sich wohlfühlen dabei. ♥

    Eine Stillkette brauch ich erstmal nicht. Ich MAG das Gegrabbel dieser kleinen Patschehändchen an mir dran - solange die Fingernägel nicht scharf sind. *gg*

    Liebe Grüße
    Sarah

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  22. Hallo Tati,

    Das ist ein ganz wunderbarer Blogartikel und in vielen Punkten kann ich Dir nur zustimmen. Ich freue mich, dass es Menschen wie dich gibt, die so offen und ehrlich über dieses Thema schreiben.
    Gestern hat mir eine Freundin einen Link zu www.biomuttermilch.de geschickt. Das finde ich dann doch ziemlich merkwürdig und schockierend. Was denkst Du?

    Viele liebe Grüße
    Toni

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  23. Hallo liebe Tati,

    vielen Dank für diesen ganz wunderbaren Blogartikel. Ich finde es toll, dass es Menschen wie Dich gibt, die ganz offen und ehrlich über dieses Thema schreiben und anderen Müttern Mut machen.
    Gestern hat mir eine Freundin den Link zu www.biomuttermilch.de geschickt. Das finde ich dann doch ziemlich merkwürdig und schockierend. Was denkst Du?

    Viele liebe Grüße
    Deine Toni

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    Antworten
    1. Biomuttermilch ist ein Fake und soll witzig gemeint sein. Auch wenns nicht witzig ist... Schau mal bei Mieze:
      http://www.mamamiez.de/2014/01/29/der-fake-um-biomuttermilch/

      lg manja

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  24. Hei,

    Das ist toll, finde ich auch dass,eine stillberaterin in jedes kkh gehört!!!
    Die Kette ist super, so was könnte ich auch gebrauchen! :) ich werde grad immer an den haaren gezogen...

    Liebste grüße
    Hanna

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  25. Seufz... so ein Anblick macht mich neidisch.... *schnief*...
    Leider hat es bei mir nie Problemlos geklappt, wenig Hilfe und beim ersten Kind SCHRECKLICHE Schwestern auf Station, die einen regelrecht krank gemacht haben...
    Ich hoffe auf eine Nr. 3 und es dann nochmal richtig anzugehen und zu genießen...
    Dann schreib ich Dir und frage Dich nach Rat :-)

    Finde es so toll und ermutigend, wie Du schreibst :-)

    Liebste Grüße!

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  26. Ich finde es wunderschön beschrieben, warum du stillst.
    Leider ist das Stillen in unserer Gesellschaft so verpönt, dass die meisten Frauen sich nur trauen 6 Monate zu stillen. Unsere Lotte ist nun 11 Monate alt und ich stille auch noch. Bereits seit einigen Monaten werde ich dafür schon schief angeguckt... Trotzdem stille ich solange wie Lotte es braucht.

    Liebe Grüße von UNS!

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  27. Danke für den Bericht! Ich habe meine Große 19 Monate gestillt, 6 Wochen vor der Geburt unsere 2. Tochter habe ich es einfach mal versucht mit dem Abstillen, in dem ich abends mal weg war und es ging problemlos und sie wollte dann auch nicht mehr. Ich war dem Tandemstillen nicht komplett abgeneigt aber so war es mir dann doch lieber. Die Kleine habe ich kurz vor Weihnachten Abgestillt mit knapp 30 Monaten. Ich hätte auch noch weiter gestillt, aber sie war einfach so mega hektisch und wollte ständig die andere Seite und es hatte nichts mehr mit Kuscheln oder so zu tun... Ich konnte es einfach nicht mehr genießen und war zum Schluss echt genervt :-/ Ich habe mir dann ein Pflaster auf die Brust geklebt und sie hat es sofort akzeptiert, dass es nun vorbei ist. Manchmal habe ich noch ein schlechtes Gewissen, da ich meinen Kindern eigentlich die Entscheidung selbst überlassen wollte aber ich denke so war es dann auch ok.

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  28. Danke, liebe Tati, für den tollen Beitrag. Deine Einstellung finde ich toll - ich bin mir sicher, dass dein Stillcafé ein Erfolg wird :).

    Ich hatte das große Glück, dass das Stillen bei meiner ersten Tochter damals (vor fast viereinhalb Jahren) sofort geklappt hat. Bei mir war der Milcheinschuss der Hammer, jedoch konnte ich trotz Kaiserschnitt problemlos stillen. Ich konnte meine Tochter sofort, nachdem ich aus dem OP kam, anlegen, und wusste zuerst auch nicht recht, wie ich es machen soll, da so ein kleines Baby ja so zerbrechlich wirkt ;). Dank helfender Hand der Hebamme hat es dann aber gleich geklappt.
    Nun habe ich vor drei Monaten meine zweite Tochter bekommen (diesmal auf natürlichem Weg), und kann mir nichts besseres für sie vorstellen, als das Stillen.

    Mich stimmt es wirklich traurig, dass einige deiner Leserinnen so schlechte Erfahrungen gemacht haben, gerade in "stillfreundlichen" Kliniken (dass es so einen Begriff überhaupt gibt, finde ich unmöglich!).

    Ich kann allen Müttern nur raten:
    Probiert es mit dem Stillen, und zwar ganz in Ruhe - konzentriert euch auf euer Baby und unterstützt es ein bisschen, wenn das Andocken nicht gleich klappt. Lasst euch nichts einreden, was euer Bauch komisch findet und trefft keine übereilten Entscheidungen, so lange ihr nicht alles versucht habt. Fordert Hilfe ein und sagt es den Schwestern auf Station klipp und klar, wenn ihr nicht möchtet, dass zugefüttert wird, sondern dass ihr voll stillen wollt. Wenn die Schwestern/ die Nachsorgehebamme blöd reagieren, dann bittet sie darum, dass sie es euch in Ruhe zeigen sollen, und sprecht diese Forderung selbstbewusst aus. Ruft notfalls eure Nachsorgehebamme oder eine stillerfahrene Freundin an, oft haben sie noch Tipps und Tricks auf Lager... Viel Erfolg!

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  29. Ich habe auch gerade meine Gedanken zum Stillen in meinem Blog beschrieben (Link siehe unten). Als ich dann diesen Beitrag las und meinen Start noch einmal Revue passieren ließ, muss ich an dieser Stelle die Hebammen auf der Wöchnerinnen Station verteidigen. Bei uns war wirklich das Baby das "Problem" (sicher gab es auch ungünstige äußere Umstände, aber eben nicht nur). Meine Tochter war so ungeduldig beim Stillen, ließ sich kaum anlegen, schrie sich sofort in Rage, wenn es nicht gleich geklappt hat. Es war so schlimm, dass wirklich jede Hebamme in der Klinik verzweifelt war. Und wirklich alle haben sich Zeit genommen, alles Mögliche ausprobiert, und keine von ihnen hat aufgegeben. Ich als Mama war sehr davon beeindruckt, wie die Hebammen in der Klinik trotz der Schwierigkeiten bis zum Schluss daran glaubten, dass es bei uns noch mit dem Stillen klappen wird. (Und das, obwohl es Hochsommer war, die Klinik restlos überfüllt war durch die vielen Geburten, das Personal auf Sparflamme, weil Urlaubszeit war, und die Klinik keine einheitlichen Richtlinien zum Stillen hatte. Jede Hebamme hatte dazu eine andere Ansicht). Und trotzdem wurde nicht überstürzt zugefüttert, alle machten mir Mut und versuchten uns zu helfen. Wenn ich meine Tochter heute sehe (15 Monate alt), dann weiß ich, dass es damals zum Teil auch an ihrem Charakter lag und nicht nur an den äußeren Umständen. Sie ist einfach ungeduldig und an Sturheit kaum zu übertreffen. Ich bin dankbar, dass so viele an uns geglaubt haben, denn am Ende war es eine wunderschöne Zeit. (Mein Blogpost zum Thema Stillen: http://schneeweisschen-shop.blogspot.de/2014/10/stillen-aller-anfang-ist-schwer.html)

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