12 März 2014

Wochenbettzeit

Ich habe sie schon 2 mal durchlebt, die Wochenbettzeit. Die eine etwas anders als die andere.
Nach Juliettas Geburt blieb ich 1 Woche mit ihr nur im Bett liegen. Ich stand lediglich zum duschen und Pipi machen auf. Aber nach einer Woche war dann schluss, weil ich ja gerade erst zu meinen Brüdern ins Haus gezogen bin, da Mama im sterben lag. Es war also alles etwas stressig. 
Das stillen wollte auch nicht ganz klappen. Wochenlang stillte ich mit Stillhütchen und die Hebamme macht Druck bis sie schließlich nicht mehr kam.
So richtig genießen konnte ich das Wochenbett zu der Zeit leider nicht.

Bei Martha lag ich fast ganze 3 Wochen einfach nur mit ihr im Bett. Wir sind lediglich einmal raus gegangen und zwar zum Kinderarzt zur U2.
Ansonsten verbrachte ich wirklich die ganze Zeit nur im Bett mit Martha.
Tobi hatte sich Urlaub genommen und so bekam ich jeden Morgen Frühstück und Mittagessen ans Bett.
Nicht etwa weil es mir so schlecht ging, nein. Ich genoss es einfach in vollen Zügen.
Ich brauchte diese Zeit auch, denn es war nicht so leicht mich an Martha zu gewöhnen.
Ich hatte Angst gehabt, dass ich sie nicht so lieben kann, wie ich Julietta liebte. 
Jetzt im Nachhinein natürlich völlig unbegründet.
Das Stillen klappte sofort prima. Das einzige was nicht so gut lief, war im wahrsten Sinne des Wortes der Wochenfluss. Der lief nämlich gar nicht und ich hatte sehr sehr starke Nachwehen bzw Schmerzen.
Später stellte sich raus, dass ich Plazentareste in der Gebärmutter habe.
Meine Hebamme kam manchmal sogar zwei mal Täglich vorbei und massierte mir den Bauch, sodass nach ein paar Tagen der Wochenfluss dann doch nochmal ordentlich floss und die Brocken mit rauskamen.


Und jetzt bekommt ihr meine ultimativen Wochenbett Tips von mir.
Holt euch euer Notizbuch, nen Kulli und wers kitschig mag und auf dem Filofax-Trip ist noch das Masking Tape und Buntstifte.

Tip 1: sucht euch ne Nachsorge Hebamme!
Diese kommt täglich zu euch, massiert euren Bauch ein, damit die Gebärmutter sich wieder gut zurückbildet und wie in meinem Fall Plazentareste verschwinden, sie borgt euch ihr Ohr bei Redebedarf und vieles mehr.

Tip 2: Wenn möglich, sollte sich der Papa auf Arbeit Urlaub nehmen. Das ist echt für Mutter und Kind gold wert! Er kann sich um die Anmeldung des Kindes kümmern, euch Essen ans Bett bringen, wenn ihr duschen wollt das Zwergi mal abnehmen und besonders wenn ihr noch ältere Kinder habt, mit denen raus gehen oder sich beschäftigen, dass ihr auch wirklich eure Ruhe habt und du dein Baby kennenlernen kannst.

Tip 3: sucht euch ne Stillberaterin! Sie drengt euch nicht nur beim stillen ohne Hütchen, sondern hilft euch auch dieses olle Hütchen los zu werden.
Und auch sonst hilft sie euch bei einem guten Stillstart.

Tip 4: Schlaft immer dann wenn euer Baby schläft. Sammelt Kraft, vorallem für harte Nächte.
Ausserdem könnt ihr nie wieder so lange faulenzen und im Bett liegen und schlafen wie zu der Zeit.

Tip 5: Wenn ihr vor der Geburt noch ein bisschen Geld über haben solltet und euer Bett kleiner als 180cm ist, kauft euch ein größeres!



Ich hoffe ich konnte oder kann euch ein bisschen zu einer gelungenen Wochenbettzeit verhelfen mit meinen Erfahrungen und meinen Tips.
Der Beitrag war zum Anlass der Blogparade, die auf der Facebookseite von 'Rettet unsere Hebammen' stattfindet.
Auf dem Hebammenblog von Jana findet ihr alle Infos dazu, sowie alle anderen die bei der Blogparade mitgemacht haben.

Kommentare:

  1. Von mir noch ein Tipp: investiert in ein gutes Stillkissen!
    Schon in der SS kann man es prima beim Liegen/ sitzen nutzen, dann natürlich beim Stillen und zum Lagern für s Baby, und anschließend für die gestresste Mama beim rum lümmeln :-)
    Grad nach der Geburt (und bei Verletzungen) sehr bequem so ein Stillkissen.
    Und noch was: lasst Euch am besten bekochen! Von der Freundin, Oma, Nachbarin ....
    LG Sandra

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    1. Also ich habe mein Stillkissen nie für das benutzt wofür es eigentlich gedacht ist.
      Ich habe es lediglich manchmal als Liegefläche für Martha genutzt (Decke drüber und martha in diese Kule gelegt) oder als Umrandungsschutz.
      Das stillen mit einem Stillkissen habe ich gehasst und war gar nicht mein Ding. Ich empfand das immer als unpraktisch und zu aufwendig.

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    2. Echt? So unterschiedlich ist es :-) Ich finde es ohne Stillkissen total unbequem zum Stillen! Aber manche rascheln echt sehr laut - das ist unangenehm!

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  2. Hi Tatii!
    Ich freue mich, dass du so eine schoene Wochenbettzeit bei Martha hattest! Ich habe jetzt nur noch 5 Wochen bis zum Entbindungstermin, unsere Grosse, Klara, wird im Mai fuenf. Und ich mache mir VIELE Gedanken zum Wochenbett. Wie es wohl dieses mal laufen wird. Mit Baby und mit einem fast-Schulkind. Dass ich mich 3 Wochen lang ins Bett lege, kann ich mir aber wirklich NICHT vorstellen. Ich haette Angst, dass Klara eifersuechtig reagiert. Zumal mein Mann als Selbstaendiger nicht so lange frei machen kann. Er wird bestimmt stark zurueckstecken und viel seiner Arbeit erledigen, wenn Klara in der Playschool ist oder Abends.
    Eine Nachsorgehebamme gibt es hier in Irland einfach nicht. Ich werde fuer 2 oder 3 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus von einer Gemeindeschwester besucht, die nach mir und dem Baby schauen wird und mir ein paar Tipps zum Stillen geben kann. Darum weiss ich auch nicht, ob ich nochmal die Geduld haben werde, mich WIEDER 6 Wochen lang mit Startschwierigkeiten beim Stillen herumzuschlagen. Denn bei Klara war ich mehr als einmal in den ersten Wochen versucht, es aufzugeben. Erst 2 Jahre nach der Geburt fand ich dann eine in Deutschland geborene Aerztin, mit der ich mein Geburtstrauma, meine Startschwierigkeiten und meine Postnatale Depression aufarbeiten konnte.
    Ich hoffe, es wird dieses mal alles einfacher. Aber das Gedankenkarussell dreht sich ununterbrochen.

    Uebrigens finde ich deinen Blog toll! Und... Hebamme war auch mal MEIN Traumberuf. Leider ist daraus nichts geworden.

    Liebe Gruesse aus Irland,
    Lena

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  3. Gnihi ich habe meins auch nie genutzt. Hab ein normales Kissen gefaltet, da das Stillkissen nicht die passende Form behielt.

    Ich habe die Wochenbettzeitzur Hälfte fast nur im Bett verbtacht und bin froh drum. Ich hatte aber auch den Extremwinter (geburt 24.12.2010) als hier alles in der Stadt eingeschneit war, -20 grad waren und Eiszapfen auf Fußwege krachten.

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  4. 3 von 5 tips habe ich auch so gehandhabt als die elli kam. lediglich bei der stillberaterin und dem tip mit dem bett muss ich passen. stillen hat bei uns von anfang an so toll geklappt das die unterstützung von meiner nachsorgehebamme reichte und das bett...tja was soll ich sagen, wir schlafen selbst 15 monate nach der geburt noch alle 3 auf 1,40m :D

    ich habe heute im herdecker krankenhaus so ein ostheimer tierchen gekauft und musste an dich denken :)

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  5. Verrätst du noch welches Buch das ist. Ich finde einfach kein passendes Baby Buch für unsere bald große Schwester...

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  6. Unser Wochenbett (war nach der traumhaften Geburt) genauso traumhaft. Der Liebste hatte drei Wochen frei und hat uns von vorne bis hinten verwöhnt. Besuch hatten wir (bewusst) keinen und ansonsten haben wir es uns einfach gut gehen lassen.
    Stillhütchen hatte ich zwar anfangs auch, einseitig, aber seitdem unser Herbstmädchen 2 Monate alt ist, nicht mehr verwendet. Zum Glück. Gestern erst habe ich unsere Hebamme im Geburtshaus besucht und noch einmal mit ihr über das alles gesprochen und ihr gesagt wieeee dankbar ich bin, das es sie gibt.
    Ganz liebe Grüße, Subs

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  7. Ich muss zugeben, dass wir bei Oscar zu schnell wieder Besucher erlaubt haben. Dieses Mal wollen wir uns mehr Zeit geben uns einfach aneinander zu gewöhnen. Ob ich wirklich im Bett bleiben werde/kann ist eine andere Sache...so mit Oscar im Haus. Und mein Mann muss leider auch ab und zu schon wieder arbeiten, da wir schon für Hochzeiten gebucht waren, bevor wir überhaupt wussten, dass wir im Mai ein Baby bekommen.

    Ich wünschte hier in England könnte man sich auch eine Hebamme aussuchen, die einen betreut. Die Hebammen aus dem Krankenhaus sind in den ersten 10 Tagen für einen da, aber man muss dann auch extra ins Krankenhaus.

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  8. Das hört sich schön an. Uns wurde damals... vor ca 20 Jahren, geraten, schnell wieder aufzuspringen, am Besten schon aus dem Kreißsaal zu laufen, wenn möglich, und so normal wie möglich weiterzuleben. Damit der Kreislauf wieder auf Trab kommt und Muskeln und Gelenke nicht "unnötig einrosten". So unterschiedlich sind die Ansichten im Laufe der Zeit..... LG Gabi

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  9. So unterschiedlich sind die Empfindungen...ich konnte es nach der Geburt kaum abwarten mich wieder richtig bewegen zu können und bin schon Stunden nach der Geburt wieder rumgewuselt. Im Bett liegen wollte ich überhaupt nicht. :o)

    Liebste Grüße,
    Kerstin

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